Wassersportverein Bergstraße e.V.
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Pressebericht vom 30.10.2006

Vereinsregatta auf dem Bruchsee

Kaiserwetter für Segler auf dem Bruchsee bei Heppenheim, das hatte der Wetterbericht nicht versprochen. Zwar war im Vorfeld schon von gutem Wind die Rede, aber es sollte regnen. Stattdessen lief der Herbst am Sonntag, den 29.10.06 zur Hochform auf. Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen und ein Wind von 2 bis 3 Beaufort herrschte, als um 11:50 Uhr Regattaleiter Detlef Sigmund das Startsignal zur alljährlichen Vereinsregatta des Wassersportvereins Bergstraße gab. Zur Begeisterung der Segler hielt sich der Wind den ganzen Tag bis in die Abendstunden hinein.

An der Startlinie 20 Segelboote tummelten sich an der Startlinie, davon alleine 6 Optis, der Rest waren 420er, Laser, Jeton, Lis-Jollenkreuzer, 470er und ein Mirror. Dieses alte Holzboot einer englischen Werft fiel mit seinem weißen Rumpf und den orangenen Segeln besonders auf, hatte aber mit seinen 40kg Eigengewicht an den 160kg der Besatzung ganz schön zu schleppen. Das Wetter, das Getümmel auf dem Wasser und die Kulisse der herbstlichen Weinberge der Bergstraße lockte viele Besucher an das Ufer des Bruchsees. Sie kamen an diesem Nachmittag auch voll auf ihre Kosten, bereits kurz nach dem Start war zu sehen, dass in Heppenheim nicht nur die größte 420er-Flotte von Hessen beheimatet ist, sondern die Besatzungen auch schon reichlich Regattaerfahrung gesammelt hatten. Schnell zog sich das Feld auseinander und man konnte an den harmonischen Bootsbewegungen und dem Geschwindigkeitspotential das Können der Crews erkennen. Der von SW auf Nord drehende Wind mit seinen Böen stellte in Verbindung mit den taktischen Überlegungen doch einige Anforderungen an die Besatzungen dar, so dass es zu sportlichen Kämpfen kam. Das Segeln an der Grenze führte dann auch zu mehreren Kenterungen, bei denen allerdings das Begleitboot nicht eingreifen brauchte.

SeglerAls um 16:00 Uhr die Regatta beendet wurde, hatte die Regattaleitung immerhin 3 Läufe „im Kasten“. Gesegelt wurden jeweils olympische Dreiecke mit Schleifen, bei den ersten beiden Läufen jeweils zwei Dreiecke, beim letzten Lauf dann drei. Mit klarem Abstand kam in allen 3 Läufen die Damencrew Jessica Oberheim und Dominique Brodt auf ihrem 420er ins Ziel, bei den Optis belegte Platz 1 Marc Oberheim gefolgt von Alexandra Hamm und Pascal Hamm.

Nach der aktiven Regatta stand dann noch das gesellige Beisammensein im Vereinshaus auf dem Programm. Vier Stunden auf dem Wasser erzeugen Heißhunger und es gab noch vieles zu besprechen. „ein herrlicher Tag“ war der Kommentar eines Seglers und sprach damit das aus, was alle dachten.

Wer den Pokal des WSVB-Meisters in diesem Jahr erhält, ist allerdings noch offen, denn durch die unterschiedlichen Segeleigenschaften werden bei den Yardstickbooten noch die Ausgleichsfaktoren dazuberechnet. Das Ergebnis wird auf der Weihnachtsfeier bekannt gegeben und der Pokal dann auch überreicht. Bis dahin können die Segler nur raten.

Günther Probst


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