Wassersportverein Bergstraße e.V.
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Pressebericht vom 27.04.2007

Wassersportverein Bergstraße hat noch einen Hessenmeister

Große Freude herrscht zur Zeit beim Wassersportverein Bergstraße (WSVB-L). Nach dem Erfolg von Marc Oberheim im Opti konnte am letzten Wochenende (21./22.04.07) gleich noch ein Hessenmeistertitel an die Bergstraße geholt werden. Henrik Simon aus Bensheim-Hochstätten holte sich mit seinem Vorschoter Florian Waldschmidt vom Segelclub Rheingau die begehrte Trophäe in der Bootsklasse 420er, das Team Sarah Runge vom Segelclub Westerwald / Alina Hofstätter (WSVB-L) aus Bensheim-Schönberg erreichte in der Altersklasse U17 den 2. Rang. Damit kam auch noch eine Bronzemedaille an die Bergstraße.

Auch bei den 420er-Jugendbooten besteht die Hessenmeisterschaft nicht aus einer besonderen Regatta, sondern setzt sich zusammen aus den Ergebnissen von zwei Ranglistenregatten, die gleichzeitig als Hessenmeisterschaft gewertet werden. Damit werden Zufälligkeiten, wie Windverhältnisse, etwas ausgeglichen. Die erste Regatta fand am 07./08.10.2006 in Walluf beim Segelclub Rheingau statt. Bei anfänglich gutem Wind aber niedrigen Temperaturen konnten am Samstag 3 Läufe gesegelt werden, die alle das Team Simon/Waldschmidt gewann. Besonderheit war das Segeln im Strom, das nur bei gutem Wind möglich ist und einige taktische Überlegungen erfordert. Mangels Wind wurde am zweiten Tag auch nicht mehr gesegelt. Die zweite Regatta fand letztes Wochenende auf dem Waldsee in Langen statt. Die Bedingungen waren diesmal für Hochleistungssegler nicht gerade ideal. Zwar sommerlich warm, war der Wind nur strichweise vorhanden. Das Regattafeld zog sich schnell auseinander, doch wenn etwas schwächere Segler eine Böe von hinten abbekamen, holten sie schnell wieder auf während die guten Segler vorne „rumdümpelten“. Die Spitzensegler redeten daher von einer „Glücksregatta“.

Das Gesamtergebnis sprach allerdings eine deutliche Sprache. Von 6 Läufen in den zwei Regatten, belegte das Team von Henrik Simon fünf mal den ersten Platz, der „Ausrutscher“ von einem zweiten Platz durfte gestrichen werden. Bei diesem Ergebnis kann von Glück keine Rede mehr sein.

Marc OberheimDabei kam der erst 16jährige Henrik Simon recht zufällig zum Segeln. Bei einem Norwegenurlaub im Jahr 2002 schnupperte er Seeluft und begeisterte sich für Segelboote, obwohl seine Eltern als engagierte Segelflieger ganz andere Pläne mit ihm hatten. Der Umstieg vom Jüngstenboot „Optimist“ erfolgte schnell und im 420er erlebte er in nur zwei Jahren einen Aufstieg vom Anfänger zum Deutschen Vizemeister U17 im Jahr 2006. Der Erfolg kam allerdings nicht von ungefähr. Viele Regatten mussten besucht werden, so z.B. auf der Kieler Woche oder auf Mallorca. Nebenher noch Trainingmaßnahmen auf der Ostsee und auf dem Mittelmeer. Ohne die tatkräftige Unterstützung seiner Eltern, die viele tausend Kilometer mit ihm fuhren, wäre dies wohl kaum möglich gewesen. Heute ist Henrik im Jugendvorstand des Hessischen Seglerverbandes und einer von drei Spitzenseglern, die vom Hessischen Seglerverband in die Schwerpunktförderung aufgenommen wurden.

Dieses Jahr wird wohl sein letztes Jahr im 420er sein, denn solche Ergebnisse rufen nach mehr. Geplant ist die Teilnahme an der Jugend-EM und danach ein Umstieg auf ein noch anspruchsvolleres Boot, entweder den 470er oder eine 49er.

Ein erfreuliches Ergebnis brachte auch das Team Runge/Hofstätter. Sie segeln erst seit kurzer Zeit zusammen, nahmen an der ersten Regatta in Walluf nicht teil und kassierten damit viele Minuspunkte. Trotzdem ist es ihnen gelungen, in der zweiten Regatta mit ihrem 6. Platz in der Gesamtwertung sich soweit vorzuarbeiten, dass es für den 2. Platz in der Hessenmeisterschaft ausreichte. Mit ihrer zweiten Regatta in diesem Jahr sammelten sie außerdem die ersten Punkte für die Deutsch Meisterschaft.

Günther Probst


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