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Pressebericht vom 08.08.2008
Bergsträßer Segler besuchen die
„Gorch Fock“
In der letzten Woche der hessischen
Schulferien fand die schon traditionelle Segelfreizeit der
Bergsträßer Seglerjugend in Borgwedel an der Schlei statt.
Als Binnensegler ist es immer wieder ein Erlebnis, mit dem
Opti oder dem 420er auf größeren und windsicheren Revieren
die Segelkenntnisse zu verfeinern und gleichzeitig noch das
Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Wie schon in den
Vorjahren, gab es auch diesmal wieder ein Highlight. Zum Ende
der Woche konnten die 19 Kinder und Jugendlichen einen tiefen
Einblick in das Leben bei der Bundesmarine erhalten.
Ein Mitsegler, der momentan seinen Wehrdienst bei der
Stammbesatzung der „Gorch Fock“ ableistet, machte
es möglich. Am sonnigen Samstagmorgen (26.07.) wurden die
Kinder und Jugendliche mit Betreuern am Eingang zum Kieler
Hafen abgeholt. Von dort aus waren es wenige Schritte bis auf
den Kai, wo die Gruppe wegen des erhöhten Platzmangels
aufgeteilt wurde. Während der Führung erfuhren die staunenden
Jollensegler, dass auch die Arbeit auf einem Dickschiff
Knochenarbeit sein kann und diese hat auf der Gorch Fock
Tradition. Alles wird von Hand bedient: Die Offiziersanwärter
werden auf dem Traditionssegler in den sechs Wochen an Bord
gedrillt, lernen so ihre Grenzen kennen und erweitern sie.
Allein die Enge im Schiff spricht Bände: Der Waschraum lässt
sich innerhalb von Minuten in eine Gruppendusche
umfunktionieren und die Offiziersanwärter nächtigen wie einst
in Hängematten und zwar in mehreren Lagen übereinander. Aber
auch ein Leben als Mitglied der Stammbesatzung konnten sich
die wenigsten der Jungsegler im ersten Moment vorstellen. Die
weichen Betten der Jugendherberge schienen ihnen doch
angenehmer als die ebenfalls äußerst kompakten Hochbetten.
Den meisten merkte man jedoch an, dass sie zumindest einem
Tagestörn keinesfalls abgeneigt wären. An den drei
Steuerrädern, die vier, im Sturm bis zu sechs Matrosen Platz
bieten, erfreuten sich auch die Betreuer an Trockenübungen
von Rudermanövern. Auf dem Mitteldeck verdeutlichten die
Gruppenführer mit welcher Heftigkeit ein Sturm auch solch
große Schiffe beeinträchtigen kann: „Im Sturm ständen
wir jetzt unter Wasser!“ Wenn meterhohe Wellen über das
Schiff rollen, hilft nur noch eins: Festhalten. Am Ende hat
der Ausflug alle Jungsegler tief beeindruckt und manchem
vielleicht auch neue Zukunftspläne gegeben.
Terminvormerkung:
Der Wassersportverein Bergstraße
feiert am 23. und 24. 08. 08 seinen 55. Geburtstag mit einem
Seefest am Bruchsee in Heppenheim mit einer
„Optiregatta für Erwachsene“, das ist eine
Spaßregatta in den Jüngstenbooten, dem Bau eines Heufloßes
mit anschließender Wasserung, Schnuppersegeln für Jedermann,
einem Segelsimulator, Tanz und Unterhaltung mit dem DJ
„Soundman“ Dirk Gugenberger am Samstagabend und
einem Jazz-Frühschoppen mit der „Next Gneration Big
Band“ am Sonntag.
Günther Probst
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