Wassersportverein Bergstraße e.V.
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Pressebericht vom 02.08.2009

Jahresziel erreicht - Die Juniorenweltmeisterschaft in Griechenland

Nach über ein eineinhalb Tagen Autofahrt kam die hessisch-hamburgische Segelmannschaft, bestehend aus dem Bensheimer Henrik Simon (Wassersportverein Bergstraße) und dem Hamburger David Heitzig (Norddeutscher Regattaverein) in Thessaloniki (Griechenland) an. Dort fand dieses Jahr vom 12. bis 18. Juli die Juniorenweltmeisterschaft der 470er statt. Doch die Sportler kamen schon eine Woche vor dem Wettkampf um sich an das Revier und auch an das Klima zum gewöhnen.

Sehr hohe Temperaturen schlugen den Seglern beim Aussteigen entgegen, doch die ersten Tage waren entspannt: Es musste das Boot aufgebaut und durchgecheckt werden, der Trainer kam erst am Folgetag an.

Trainingsvorbereitung unter griechischem Himmel.Doch dann fing gleich das Training an: Sehr oft und lange wurden Geschwindigkeitsvergleiche gefahren um für die Regatta auf diesem Revier die richtigen Einstellungen zu finden. Bei der sengenden Hitze und unter ständiger Sonneneinstellung war es sehr wichtig, immer genug zu trinken: Minimum 5 Liter am Tag. Die Bedingungen waren schon während des Trainings nicht einfach. Immer sehr leichter Wind, durch die Thermik öfters drehend oder pendelnd.

Nach einer sehr komplizierten Vermessung (das Boot war zu leicht), sollte es dann am Sonntag, den 12. Juli mit den ersten so genannten Qualifikationswettfahrten losgehen. Doch zum ersten Mal seit einer Woche war in der Bucht vor Thessaloniki zu viel Wind, sodass keine Rennen gestartet wurden. Am Montag wurden die ersten drei Rennen gefahren: Die beiden Jungs konnten sich mit zwei guten und einem weniger guten Lauf in der Mitte des Feldes einreihen. Der nächste Tag würde schon alles für die beiden entscheiden: In der ersten Hälfte (Goldgruppe) und damit unter den ersten 30 Booten würde bedeuten, dass sie ihr Saisonziel erreicht hätten, alles andere würde den Druck und den Stress auf den Rest der Woche ausweiten.

Am Dienstag war mittlerer Wind und die beiden fanden sich ganz gut zurecht, vor allem das zweite Rennen lief mit einem sechsten Platz sehr gut. Doch dann kam noch ein 17. Platz hinzu und nun wurde es eng. Doch mit dem 25. Platz (Goldgruppe bis 27) hatten sie es geschafft und konnten dem Rest der Regatta entspannter entgegenblicken.

Das Segeln in der Goldgruppe stellte sich für die Mannschaft als sehr schwierig heraus, und es fiel ihnen schwer, sich noch weiter nach vorn zu arbeiten. Weiterhin kamen sie, wie auch einige andere Segler, nicht gut mit den Bedingungen vor Ort klar. Immer sehr leichter Wind, sehr heiß und Windfelder von verschiedenen Seiten führten zu weniger befriedigenden Ergebnissen.

Nach einem Crash mit dem deutschen Ferdinand Gerz (in einem eigentlich sehr viel versprechenden Lauf) ging es für die Mannschaft eher bergab.

Doch am letzten Tag konnten die Beiden noch einmal punkten und sich wieder auf den 25. Platz arbeiten. Henrik und David sind mit dem Ergebnis durchaus zufrieden "aber es wäre noch einiges mehr drinnen gewesen..." so David Heitzig.

Nach einer schönen Abschlussfeier und langem Verladen der Boote ging es dann zurück nach Deutschland. Als nächstes steht die Weltmeisterschaft in Kopenhagen (Dänemark) an, doch wegen einer Operation fällt Vorschoter David aus und Henrik muss sich einen Ersatz suchen.

Text Henrik Simon, Foto Gerald Heitzig


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