Wassersportverein Bergstraße e.V.
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Pressebericht vom 28.05.2010

Hessenregatta 2010 auf der Ostsee

Die 19. Hessenregatta 2010 fand vom 15. bis 21. Mai 2010 statt und ist mit fast 80 teilnehmenden Yachten wohl die größte Regatta für Fahrtenyachten auf der Ostsee. Die Regattastrecke geht von Fehmarn nach Gedser in Dänemark, weiter nach Stubbeköbing, quer über die Ostsee nach Warnemünde und über Grömitz wieder zum Starthafen. Eine Besonderheit dieser Regatta ist, dass sie von einem hessischen Verein, dem Fahrtenseglerclub Königstein, ausgerichtet wird. Wie schon in den Vorjahren beteiligten sich wieder zwei Crews vom Wassersportverein Bergstraße an diesem außergewöhnlichen Ereignis. Es waren dies die Charteryacht "Johanna", eine Bavaria 34.3 unter ihrem Skipper Detlev Fröhlich und die Eigneryacht "Zubbel", eine Bavaria 44 Vision unter ihrem Skipper Dr. Claus-Peter Quel. Für beide Crews war die Hessenregatta 2010 sehr erfolgreich. Die Yacht "Johanna" erreichte den zweiten Platz in ihrer Gruppe, punktgleich mit dem Gruppenersten, die Segelyacht "Zubbel" war in der Gesamtwertung die drittschnellste hessische Yacht.

Christian Förderer, Heike Schamar-Fröhlich und Detlev Fröhlich (v. l . n. r.) vom WSVB-LNach der Anreise ging es am 15. Mai mit den Yachten nach Burgtiefe, dem Start- und Endpunkt der Regatta. Bereits bei der Überfahrt zeigten sich die Witterungsverhältnisse nicht von seiner besten Seite. Starkwind, Niederschlag und teilweise Welle erschwerten das Segeln. Somit verwunderte es am Sonntag nicht, dass der Start zur ersten Etappe von Burgtiefe nach Gedser erst verschoben und später ganz aufgehoben wurde.

Der erste Lauf fand am Montag statt. Die ca. 50 Seemeilen lange Strecke von Burgtiefe an Gedser vorbei direkt nach Stubbeköbing mit Wind aus nordwestlichen Richtungen konnte mit Spinnaker oder Gennaker, nach einer Winddrehung in nördlicher Richtung mit Genua hervorragend gesegelt werden. Viele kleine und größere Stechen zwischen einzelnen Yachten waren zu beobachten. Aber es ging immer fair und seemännisch korrekt zu. Im Hafen von Stubbeköbing wurde der Regattaverband wieder von dem Hafenmeister erwartet und in Empfang genommen. Die Organisation und die Gastfreundschaft in Dänemark waren wieder bemerkenswert.

Am nächsten Tag ging es auf Amwindkurs wieder zurück zur deutschen Küste, diesmal nach Warnemünde. Durch eine unerwartete Winddrehung auf Südwest waren viele interessante Spi- und Gennaker Manöver zu sehen. Das Kreuzen der Einfahrt zum Verkehrstrennungsgebiet vor Warnemünde war diesmal recht unkritisch, da der direkte Kontakt mit der Berufsschiffahrt dem Regattafeld weitestgehend erspart blieb. Der Zieleinlauf zwischen den Molenköpfen, der nachfolgende Hafentag im Alten Strom und eine kleine Feier als Bergfest waren wieder ein Genuss.

Am Donnerstag (20.05.) sollte es eigentlich nach Grömitz gehen, aber aufgrund der geringen Windstärken und einer noch schlechteren Vorhersage für den folgenden Tag entschloss sich die Regattaleitung, direkt nach Burgtiefe zurückzusegeln. Diesmal stand der Wind direkt voran, kreuzen war angesagt. Des Weiteren behinderte Nebel, welcher sich glücklicherweise langsam auflöste, das Segeln. Auf ca. 2/3 der Strecke wurde eine Verkehrstonne des Lübeck-Gedser-Weges als Ziel genutzt. Dies war aufgrund des schwachen Windes auch notwendig gewesen. Danach folgte die Rückfahrt nach Burgtiefe. Die letzten Boote trafen tief in der Nacht im Hafen von Burgtiefe ein.

Insgesamt legten die Segler eine Strecke von ca. 170 Seemeilen zurück, bei Windstärken von 2 bis 6 Beaufort. Mehr als 350 Teilnehmer auf fast 80 Yachten genossen das Segeln auf der Ostsee sowie die hervorragende Organisation des ausrichtenden Vereins.

Detlev Fröhlich, ü. Probst / Foto Jürgen Tolksdorf


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